Erfassung und Verarbeitung

Laboraufträge dulden keinen Aufschub. Deshalb sind unsere aktuellen Projekte zur Neustrukturierung des Probeneingangs auf eine parallele Erfassung der Proben-und Auftragsdaten ausgerichtet. Die Auftragsdaten werden kurzerfasst. Nur die materialunspezifischen Untersuchungskürzel werden im System hinterlegt. Parallel werden die Proben maschinell oder an Handarbeitsplätzen registriert. Während der Kurzerfassung (KE) eines Auftrages liegen damit im Allgemeinen keine validen Probendaten vor, so dass eine manuelle Prüfung und Zuordnung von Untersuchungen auf Proben in diesem Prozessschritt nicht möglich ist. Die KE erfolgt somit ohne Kenntnisse über den auftragsspezifischen Probeneingang, d. h. proben- und probenmaterialtyp-unspezifisch. Über einen automatischen Hintergrundprozess erfolgt erst nach der KE eine ereignis- und zeitgesteuerte dynamische Zuordnung von Untersuchungen zu Proben in separaten Teilzuordnungen. Bei der Zeitsteuerung handelt es sich um einen finalen abschließenden Zuordnungsversuch für einen Auftrag, sofern es darin noch mindestens eine unverbrauchte Untersuchung gibt. Dieser finale Versuch findet statt, sobald die Kenntnis von der Existenz des Auftrages für eine fest konfigurierte Zeitspanne erreicht ist. Außerdem ändert sich der Algorithmus, indem nicht mehr nur ausschließlich nach Proben vom Vorzugsmaterialtyp gesucht wird, sondern nach einer Probe vom bestmöglichen unter allen grundsätzlich verwendbaren Materialtypen.

Sobald für eine noch nicht zugeordnete Untersuchung mindestens eine kompatible (vom Vorzugs- oder einem Alternativmaterialtyp) Probe bekannt ist, wird die Untersuchungs-ID mit der Proben-ID des zu diesem Zeitpunkt bestpassenden Probenmaterialtyps ans LIS übermittelt.

Je nach Leistungsumfang des Zielsystems (LIS) sind auch Korrekturschritte möglich, wenn zum Beispiel nach der abschließenden Zuordnung noch eine Nachzüglerprobe eintrifft, die zu einer Revision bereits getroffener Zuordnungen führen kann.