Probendaten

Der Transport der Probenbehälter vom Einsender ins Labor ist weiterhin der stabile Teil im Gesamtablauf von der Abnahme bis zur Befundung. Das Probenmaterial kann noch nicht digitalisiert von A nach B reisen, so wie das in stärkerem Maße bereits für die Auftragsdaten gilt. Dass der Patient direkt ins Labor kommt, ist zumindest in Deutschland noch eine seltene Angelegenheit.
 
Inzwischen hat sich die Kennzeichnung der Probenbehälter mittels Barcode-Etiketten durch den Einsender in der Arztpraxis fast flächendeckend durchgesetzt. Dabei kommt dem Arzt bzw. dessen Personal eine hohe Verantwortung bei der richtigen Beklebung zu. Mehrfachverwendungen der Etiketten bei aufeinanderfolgenden Patienten sind unbedingt zu verhindern. Nur wenige Labore trauen dies ihren Einsendern nicht zu und versehen die Probenröhrchen selbst erst im Probeneingang mit internen Etiketten, um den Auftrag danach sicher abzuarbeiten. Das kostet Zeit und somit zusätzliches Geld. Online anfordernde Praxen müssen prinzipiell selbst bekleben und erhalten auftragsbezogene Etiketten aus dem Etikettendrucker.
 
Erstaunlich ist die Produktpalette an Probenbehältern, die der Markt zu bieten hat. Mit unterschiedlichen Kappenfarben strukturieren die Anbieter die Einsatzbereiche der Behälter. Inzwischen werden die Registriergeräte in der Präanalytik so "trainiert", dass sie das Probenmaterial anhand der Kappenfarbe bzw. Röhrchenstruktur erkennen. Das gelingt aber nur, wenn Behälter und eingefülltes Material wirklich übereinstimmen.
 
Um die Probe ideal durch das Labor zu führen, gibt es unterschiedliche Strategien zur Barcodierung der Auftragsetiketten. Man unterscheidet zwischen einsenderbezogenen bzw. auftragsbezogenen Barcodes mit und ohne Materialkennung. AB+M favorisiert den Einsatz des dynamischen Barcodes, wobei das Material verbindlich bei der Registrierung im Labor festgelegt wird.
 
Die richtige Erkennung des Probenmaterials ist die Grundvoraussetzung für eine beschleunigte Verarbeitung der Probendaten im Gesamtprozess bis zur Befundung. Der Laboraußendienst sollte das Praxispersonal regelmäßig im Umgang mit dem Begleitmaterial schulen.
 
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